Sehenswürdigkeiten in Brilon
In Sachen Kultur und Sehenswürdigkeiten hat Brilon, die grüne Lunge im Sauerland nicht gerade wenig zu bieten. Einen gewissen Kultstatus genießt der Briloner Schnadegang nicht nur unter den Insidern des Sauerlandes. Alle zwei Jahre, am Montag des Briloner Schützenfestes, meist am letzten Wochenende im Juni treffen sich traditionell knapp 3000 Einheimische und Schaulustige um einen Teil der Stadtgrenze abzugehen. „Schnade“ bedeutet frei übersetzt nichts anderes als Schneise, was man wiederum als Grenze weiterübersetzen kann. Der Briloner Schnadegang ist im Grunde also eine Grenzbegehung, die schon seit dem Jahr 1388 abgehalten wird um angebliche Grenzverschiebungen um Brilon zu kontrollieren. Frauen wird man auf einer solchen Veranstaltung vergeblich suchen. Die erwarten die Grenzgänger erst auf dem Lagerplatz, wo traditionell ein großes Fest abgehalten wird.
Brilon bietet mit der Michaeliskirmes auch die größte Innenstadtkirmes im Hochsauerland. Im letzten Septemberwochenende wird der Rummel meist mit einem grandiosen Feuerwerk eröffnet. Die vielen Fahrgeschäfte vor altstädtischer Kulisse bieten dann einen ganz besonderes Flair.
Umringt von der der alten Briloner Stadtmauer befinden sich fast alle interessanten Sehenswürdigkeiten der Stadt auf engem Raum. An der Touristeninformation bekommt man einen Plan mit Erläuterungen zu einzelnen Gebäuden.
Wer mehr über Brilon, seine Geschichte und die vielen eigenwilligen Traditionen im Sauerland erfahren möchte, der sollte einen Besuch im Stadtmuseum nicht auslassen. Das im Haus Hövener ansässige Museum bietet als Highlight ein im Briloner Umland entdecktes Dinosaurier Skelett.
Wer geschichtsinteressiert ist und gerne wandert, sollte dem Borberg, knappe 5km vor den Toren der Stadt mal einen Besuch abstatten. Neben dem unverbauten Blick auf Brilon und Umgebung findet man hier auch Reste einer Befestigungsanlage, deren Ursprung mehr als 2000 Jahre zurückreicht.
Das Briloner Rathaus ist als Aushängeschild der Stadt nicht nur schön anzusehen, sondern bietet dem wissbegierigen Betrachter auch auf den zweiten Blick interessante Fakten. Das um 1250 erbaute Gebäude gehört zu den ältesten Rathäusern Deutschlands und erfüllte während der Zeit der Hanse seinen Zweck als Umschlagspunkt für Waren. 1755 erhielt das Haus dann seine heutige barocke Fassade. Als ungewöhnlich werden dem Betrachter wohl die vier Geweihe über den unteren Torbögen ins Auge fallen. Sie stellen die Jagdreviere der von großen Waldgebieten umgebenen Stadt dar.
Von vormals vier Stadttoren ist Brilon nur noch das Derker Tor geblieben. Im Mittelalter wurde die Stadt systematisch befestigt und mit einer Stadtmauer umgeben. Auf dem Marktplatz kreuzten sich die zwei Hauptstraßen, welche aus vier Stadttoren aus der Stadt führenden und Brilon gleichzeitig in vier Stadtteile zergliederten.
Aufgrund der Zentralen Lage im Herzen der Stadt bietet sich ein Besuch der Nikolaikirche natürlich an. Die barocke Klosterkirche aus dem Jahr 1772 ist eines der letzten Bauwerke seiner Art in Westfalen und bietet als Abschluss einer architektonischen Epoche viele Besonderheiten. Der Turm der Nikolai Kirche ist bereits von außerhalb Brilons zu erblicken und gilt als Wahrzeichen der Stadt
Foto: Wikipedia
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