Geschichte von Olpe
Olpe im Süden des Sauerlandes ist eine durchaus Geschichtsträchtige Stadt. Viele Bauten und Ruinen weisen auch noch in heutigen Tagen auf frühere Erlebnisse und geschichtliche Begebenheiten hin. Die historische Stadtmauer umgibt sogar heute noch zum Teil den Stadtkern des alten Olpe. Das Mauerwerk, welches die Stadt seit etwa 1373 umringte hält an einigen Punkten für den Besucher so manches Geheimnis bereit. Gerade das Mittelalter prägte die Stadt zwischen Olpe und Bigge. Olpe oder Ol apa, was übersetzt soviel wie „Bach im feuchten Wiesengrund“ war immer schon aufgrund dieser Wasserquelle ein beliebtes Grund. Jedoch gibt es kaum Funde, die eine relativ frühe Besiedlung belegen. Erst um etwa 900 n. Chr. Sind manche Scherben und Gerätschaftsfunde zu datieren.
Erst im Jahre 1220 fand Olpe als Oelpe erstmalig Erwähnung ein einer Urkunde aus dem benachbarten Attendorn. Das älteste, noch erhaltene Bauwerk auf dem heutigem Olper Stadtgebiet ist der romanische Turm der alten St.-Cyriacus-Kirche in Rhode, welche damals wohl eine „private“ Kirche für den ansässigen Adel war. 1311 bekam Olpe dann die Stadtrechte zugesprochen. Der Kölner Erzbischof Heinrich II., welcher auch gleichzeitig Graf von Virneburg war, stattete das Dorf Olpe mit den sogenannten „Soester Stadtrechten“ aus, die auch Attendorn inne hatte.Das „Soester Stadtrecht ist wohl das erste in Deutschland aufgezeichnete Stadtrecht. Stadtpatron wurde der damalige Kirchenpatron St. Martinus welcher noch in der heutigen Zeit das Stadtwappen der Stadt Olpe in gewohnter Pose ziert.
Im Jahre 1350 erreichte die Pest auf ihrem Beutezug durch Europa auch Olpe und richtete viele Bewohner zu Grunde. Ganze Landstriche im heutigen Kreisgebiet wurden entvölkert. Um 1373 zerstörte ein Feuer die Stadt. Beim Wiederaufbau, dem der Erzbischof Friedrich III. durch finanzielle Unterstützung beitrug entstand wohl auch die Stadtmauer, welche noch in Teilen erhalten blieb.
Mitte des fünfzehnten Jahrhunderts erhielten mehr und mehr Handwerkerkreise Einzug in Olpe. Erstmalig wurden Hammerschmiede erwähnt, die gleichzeitig auch Bürger der Stadt Olpe waren. Fabrikate wie Eisen- und Kupferkessel oder Pfannen kamen nun verstärkt aus Olpe in die Region.
Im Jahr 1525 gründete sich auch die Olper Schützengesellschaft. Das das Olper Schützenfest des St.-Sebastianus-Schützenvereins gehört heute sogar zu den größten im ganzen Sauerland.
Auch in der Zeit der Hexenverfolgung war man in Olpe nicht untätig. Noch heute erinnert der Hexenturm an zahlreiche Prozesse die in Olpe geführt wurden.
Zeitweise galt man über Attendorn auch dem Hansebund als zugehörig. Der Handel florierte und 1615 investierte die Stadt mit dem ersten Lehrer auch etwas in die Bildung und Ausbildung seiner Bewohner. Der große Stadtbrand im Jahre 1634 ließ die Entwicklung der Stadt jedoch etwas ins stocken geraten.
Seit 1711 geht in Olpe die Post ab und der erste regelmäßige Brief und Postverkehr konnte seinen Lauf nehmen. 1864 folgte eine eigene Telegraphenstation und heute befindet sich Olpe sogar an der Autobahn und ist schnell und leicht zu erreichen.
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