Sehenswürdigkeiten in Sundern
Die größte Sehenswürdigkeit Sunderns ist unbestritten der weitläufige Sorpesee, der, eingebettet in die wunderschöne Naturlandschaft, eine wahre Augenweide und Artefakt ist. Nördlich des Naturparks Homert zwischen den Orten Langscheid und Amecke erstreckt sich einer der größten und schönsten Stauseen des Sauerlands, der neben dem Zweck der Stromerzeugung und Wasserversorgung auch ein attraktives Urlaubsziel mit vielfältigen Erholungs- und Freizeitmöglichkeiten ist.
Bevor dies jedoch möglich wurde, war die Sorpetalsperre zur Zeit ihrer Erbauung (1926 – 1935) die größte Baustelle Europas, dessen Versorgung mit Baumaterialien durch die extra aus diesem Grund gelegten Gleise der Röhrtalbahn gesichert wurde. Während des zweiten Weltkrieges musste sich der Sorpedamm mehreren Angriffen der britischen Alliierten wiedersetzen, die keine größeren nennenswerten Schäden – ganz im Gegenteil zur „Möhnekatastrophe“ – hinterließen.
Abseits der Historik ist der Sorpesee heute ein wahres Paradies für Taucher, Ruderer, Surfer, Segelfreunde, Angler und alle die Sport am oder im Wasser betreiben möchten. Auch Wanderer, Kletterer, Beachvolleyballer oder Golfer finden vorzügliche Vorraussetzungen vor. Etwas gediegener geht es bei den Ausflügen mit dem modernen Personenschiff „MS Sorpesee“ zu. Zahlreiche interessante Exkursionen und spezielle Themenfahrten laden ein, den Sorpesee von einer ganz anderen Seite – der Seeseite – zu erleben. Für begeisterte Camper sind die Campingplätze und Zeltplätze direkt am Seeufer ideal. Ebenfalls empfehlenswert ist der neue Rad- und Gehweg, der entlang der Straße am Ufer des Sees die Ortschaften Amecke und Langscheid miteinander verbindet.
Die Sorpe ist jedoch nicht die einzige Sehenswürdigkeit, die Sundern zu bieten hat. Verschiedene Museen stehen den Besuchern zur Vermehrung ihrer Kenntnisse bspw. über den ehemaligen Bundespräsidenten Heinrich Lübke (Heinrich-Lübke-Gedenkstätte in Sundern-Enkhausen) aus Sundern zur Verfügung. Ebenfalls kann man in Enkhausen auch das Heimat- und Jagdmuseum „Alte Schmitte“ mit Besucherbergwerk besuchen. In Sunderns Innenstadt gehört das Museum der Alten Kornbrennerei zu den Anziehungspunkten für entsprechende Interessierte.
Alte monumentale Gemäuer gibt es auch zu bestaunen: Inmitten des Waldes südöstlich von Sundern-Endorf kann man das Kloster Brunnen finden, das um 1850 verlassen worden ist. Aufschlussreich ist hier vor allem der Einblick in die ehemalige Klosterkirche oder die Besichtigung der Quelle, dessen Wasser man Heilungen verschiedenster Form nachsagt. Den herrlichen Töne der besonderen Orgel kann man noch zu Konzertanlässen lauschen. Gestiftet worden ist das Kloster damals von Kölns Kurfürsten Clemens August.
Besuchenswert sind weiterhin noch die Überreste der Wallburg Güllener Ring auf dem Dümberg, sowie der denkmalgeschützte Strackenhof, eines der langlebigsten Seinhäuser des Sauerlands. Der Ortsteil Allendorf ist geprägt von der Bekanntheit der etwa 1725 erbauten Barockkirche, die zahlreiche künstlerische und architektonische Besonderheiten besitzt.
Foto: Wikipedia
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