Geseke: Stadtgeschichte, Pilgerweg und Steinbruchpark
Unterkünfte in Geseke
Geseke lässt sich über mehrere konkrete Themen entdecken: die Stiftskirche St. Cyriakus und ihre religiösen Kunstwerke, die Sammlungen des Hellweg-Museums, den Steinbruchpark „Mythos Stein“ und den Verlauf des Jakobswegs durch die Stadt. Dazu kommen wiederkehrende Veranstaltungen, eine Radroute als Gemeinschaftsprojekt mehrerer Kommunen und Naturschutzgebiete im Stadtgebiet. So können Sie Ihren Aufenthalt nach Kultur, Landschaft, einem bestimmten Termin oder einer Strecke ausrichten, ohne dass diese Interessen auf dasselbe Erlebnis hinauslaufen.
Die Quelle des Geseker Bachs am Rosenteich in Geseke.
Foto: Dat doris via Wikimedia Commons, CC BY 4.0
Kirche und Hellweg-Museum
Die Stiftskirche St. Cyriakus befindet sich im Kern von Geseke. In ihr sind eine Pietà aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts und das als Gnadenbild verehrte „Maria Schuß“ zu finden. Die beiden Angaben stehen für unterschiedliche Aspekte der Kirche: Die Pietà ist über ihre Entstehungszeit einzuordnen, während „Maria Schuß“ als verehrtes Bild benannt ist. Diese Unterscheidung ist wichtig, denn die beiden Bezeichnungen meinen nicht dasselbe Kunstwerk.
Das Hellweg-Museum deckt mit seinen Sammlungen drei Themenbereiche ab: Geologie, Vorgeschichte und Volkskunde. Untergebracht ist es im denkmalgeschützten Dickmann-Haus, einem prächtigen Handelshaus aus dem Jahr 1664 und einem gehobenen Ackerbürger-Hallenhaus. Damit treffen am Museum Sammlungen mit unterschiedlichen inhaltlichen Schwerpunkten auf ein Gebäude mit eigener historischer und architektonischer Bedeutung. Wer Geseke über seine Geschichte kennenlernen möchte, kann hier sowohl die genannten Sammlungsthemen als auch den Bau selbst in den Blick nehmen.
„Mythos Stein“: Steinbruch und Kalksteingewinnung
Der Steinbruchpark „Mythos Stein“ macht den Kalksteinabbau zum Thema eines Besuchs. Aus sicherer Position können Besucher die Gewinnung des Kalksteins beobachten: von der Sprengung über die Verladung bis zum Transport des Rohmaterials zum benachbarten Zementwerk. Der Ablauf zeigt mehrere Schritte der Rohstoffgewinnung und -verarbeitung, nicht nur einen einzelnen Arbeitsschritt.
Das öffentlich zugängliche Teilareal umfasst etwa sieben Hektar. Eine rund 700 Meter lange, flach geneigte Rampe führt in diesen Bereich und ist auch für Besucher mit Behinderung geeignet. Die Größenangaben sind Näherungswerte; die Zugangssituation ist für den konkreten Besuch maßgeblich. Der Park verbindet damit zwei unterschiedliche Perspektiven auf Stein: Im Hellweg-Museum gehören geologische Sammlungen zu den Themen, während „Mythos Stein“ die Gewinnung und den Weitertransport des Rohmaterials anschaulich macht.
Jakobsweg, Radroute und wiederkehrende Termine
Der Jakobsweg führt in Geseke über den Hellweg und quert die alte Wallanlage, die die Altstadt noch heute vollständig umschließt. Pilger erreichen Geseke auf dem Jakobsweg aus Richtung Salzkotten. Die eine Angabe beschreibt die Ankunftsrichtung, die andere den Verlauf in der Stadt.
Für Radfahrer ist die Route „Steine und Mehr“ ein weiteres benanntes Angebot: Sie ist 114 Kilometer lang und wurde als Gemeinschaftsprojekt der Kommunen Geseke, Anröchte und Warstein realisiert. Geseke lässt sich so sowohl über einen Pilgerweg mit beschriebenem innerstädtischem Verlauf als auch über eine kommunale Radroute einordnen.
Auch die wiederkehrenden Feste unterscheiden sich nach ihrem Termin im Jahreslauf. Die Gösselkirmes ist ein viertägiger Jahrmarkt, der jährlich am ersten Donnerstag im Mai beginnt. Das Hexenstadtfest findet am letzten Wochenende im September statt. Beide Veranstaltungen gehören damit zu unterschiedlichen Zeitfenstern.
Für Kinder bietet die Stadt Führungen unter der Reihe „Geseke entdecken für Kinder“ an. Das ist ein eigenes Format neben den Festen und den Themen von Museum, Kirche und Pilgerweg. Die Termine eines städtischen Angebots können sich ändern.
Naturschutzgebiete im Stadtgebiet
Zu den naturnahen Höhepunkten im Stadtgebiet von Geseke gehört das Naturschutzgebiet „Westerschledde“. Ebenfalls genannt wird das Naturschutzgebiet „Stockheimer Bruch“ nahe Bönninghausen. Es handelt sich um zwei eigenständige Gebiete; die Lageangabe bei Bönninghausen gehört zum Stockheimer Bruch. Beide Namen bieten eine Orientierung, wenn Sie sich für die geschützten Landschaften im Stadtgebiet interessieren.
Unterkunft nach dem eigenen Reiseschwerpunkt wählen
Wenn Sie ein Hotel oder eine andere Unterkunft in Geseke suchen, kann der Anlass Ihrer Reise die Auswahl strukturieren. Ein Besuch mit Schwerpunkt auf der Stiftskirche und den Museumssammlungen unterscheidet sich thematisch von einem Aufenthalt rund um „Mythos Stein“, einen Festtermin oder den Jakobsweg. Für Radinteressierte kommt die Route „Steine und Mehr“ als eigener Bezugspunkt hinzu.
Soest als weiter gefasstes Reiseziel
Im weiter gefassten Reiseziel Soest kommen weitere, ausdrücklich dort verortete Themen hinzu. Das Osthofentormuseum in Soest vermittelt mit Informationstafeln, großformatigen Texten, Fotos, Grafiken und einem Stadtmodell einen Überblick über die mehr als 1000-jährige Geschichte und die topografische Entwicklung der Stadt. Das Museum Wilhelm Morgner mit RAUM SCHROTH zeigt Wechselausstellungen sowie eine ständige Ausstellung des Soester Expressionisten Wilhelm Morgner. Beide Museen setzen unterschiedliche Schwerpunkte: Das Osthofentormuseum vermittelt Stadtgeschichte und Stadtentwicklung, während das Museum Wilhelm Morgner Ausstellungen zu einem Künstler mit wechselnden und dauerhaften Bestandteilen verbindet.
Auch das Burghofmuseum in Soest bietet einen eigenen Blick auf Geschichte: Zu seinen Themen gehören Stadt- und Kirchengeschichte, Kupferstiche von Heinrich Aldegrever, der von 1502 bis etwa 1555 lebte, sowie die Ausstellung „Alltagsleben im Mittelalter“. In Soest steht außerdem St. Maria zur Wiese, auch „Wiesenkirche“ genannt. Sie gilt als eine der schönsten hochgotischen Hallenkirchen Deutschlands; der Grundstein für die heutige Pfarrkirche wurde 1313 gelegt. Die Kirche besitzt die bedeutendsten Glasmalereien des 14. Jahrhunderts in Westfalen und ist zudem für das um 1500 entstandene „Westfälische Abendmahl“ bekannt.
Ein anderer Zugang zu Soest bietet das LiebesLeben_Museum. Es versteht sich als modernes Science Center, in dem Mitmachen, Interagieren, Ausprobieren und Lernen im Vordergrund stehen, und spricht Menschen von fünf bis 95 Jahren an. Für Veranstaltungen ist die Soester Fehde ein eigener Akzent: Das Mittelalterfestival findet alle zwei Jahre in Soest statt und bringt mehr als 900 Mitwirkende aus zwölf europäischen Nationen zusammen. Die zweijährige Wiederkehr unterscheidet diesen Veranstaltungstakt von den jährlich wiederkehrenden Geseker Terminen.
Der Kreis Soest verbindet Flussauen, Felder und Wiesen der Soester Börde, ausgedehnte Waldgebiete sowie Dörfer und historische Städte in einer Besucherregion. Im südlichen Kreis Soest liegt im Naturpark Arnsberger Wald das größte zusammenhängende Waldgebiet Nordrhein-Westfalens. Diese Landschaftsangaben beziehen sich auf den Kreis und den Naturpark, nicht auf die Stadt Geseke. Sie ergänzen die städtischen Themen um einen breiteren Blick auf Natur und Landschaft im Reiseziel Soest.
Weitere Reiseziele entdecken: Eringerfeld, Lennestadt, Lichtenfels, Allendorf, Warstein, Halver, Bad Sassendorf, Werl.