Schmallenbergs Geschichte
Offensichtlich wussten die Menschen schon vor langer langer Zeit die Gegend von Schmallenberg zu schätzen: Der Fund von alten Waffen und Befestigungswällen und die anschließenden Untersuchungen daran, haben ergeben, dass das Gebiet rund um Schmallenberg schon vor über 2000 Jahren besiedelt gewesen sein muss.
Die Entstehung des Namens “Schmallenberg” rührt jedoch von einem Kloster, das um 1072 im Schatten des Wilzenbergs erbaut worden ist, und von der auf dem Berg erbauten kleinen Burg, die zur Verteidigung gegen die nahe gelegene Grafschaft Arnsberg dienen sollte. Weil die Burg so klein war, wurde sie auch “smale” Burg genannt. Alexander von Smalenburg ist der Name eines Zeugen, der bei den geschichtlichen Nachforschungen im Jahr 1228 zu finden ist. Jedoch schon zwanzig Jahre später ist die Vermutung anzustellen, dass die Burg nicht mehr in einem nutzbaren Zustand war. Trotzdem verlieh der Kölner Erzbischof Schmallenberg um diese Zeit die Stadtrechte.
Dies hatte weit reichende Folgen, denn Schmallenberg musste sich jetzt als Stadt auch entsprechend präsentieren. So wurde eine umrundende Stadtmauer errichtet, die dafür sorgte, dass der Stadt - auch aufgrund ihrer Lage an der Lenne - der Ruf der Unbesetzbarkeit vorauseilte. Das Stadtbild Schmallenbergs entwickelte sich recht schnell und ansehnlich. Neben der Prägung von Münzen war die Zugehörigkeit zur Hanse ein wichtiger Bestandteil des täglichen Markttreibens, das auch über die Grenzen der Stadt hinaus von Bedeutung im Bezug auf den Handel war. Doch auch die aus heutiger Sicht Schattenseiten waren im mittelalterlichen Schmallenberg allgegenwärtig. Damals wurde einer großen Anzahl von Menschen im Zuge der Hexenverfolgung und den zugehörigen Prozessen das Todesurteil ausgesprochen.
Neben diesen Vorgängen musste die Stadt jedoch neben den positiven Entwicklungen auch immer wieder negative Einschnitte hinnehmen, die der Stadtentwicklung nicht zuträglich waren. So vernichteten große Stadtbrände 1608, 1732 und 1746 ganze Nachbarschaften. Einige Zeit später musste Schmallenberg nach einem verheerenden Feuer 1822 in klassizistischer Architektur wieder aufgebaut. Diese Baumaßnahmen sind noch heute in großen Teilen sichtbar. Die vielen Fachwerkhäuser und Schieferdachbauten sind es, die Schmallenberg heute als “Historischen Stadtkern” zeichnen. Ebenfalls erhielt Schmallenberg gegen Ende des 19. Jahrhunderts eine Anbindung an das Gleisnetz der Eisenbahn, die weitere gute Entwicklungen in der Industrielandschaft zur Folge hatte.
Kennzeichnend war auch der Kampf um Schmallenberg im 2. Weltkrieg. Mit dem so bezeichneten “Ruhrkessel” ist Schmallenberg sowohl als der Luft als auch von amerikanischen Panzern unter starken Beschuss genommen worden. Die besonders tragischen Kämpfe forderten mehrere Soldaten- als auch Zivilopfer. Gleichzeitig fielen dem Kampf ein Großteil der Infrastruktur sowie viele Bauten zum Opfer. Einige Filmaufnahmen von amerikanischen Soldaten dokumentieren die kriegerischen Vorgänge in der Region.
Foto: Wikipedia
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