Wildwald Vosswinkel im Lüerwald
Im Wildwald Vosswinkel erleben Sie den Lüerwald auf mehr als zwölf Kilometern Wegen: Alte Bäume, Waldteiche, stille Plätze und verschiedene Waldlebensräume prägen den Rundgang. Das Gelände liegt im Naturschutzgebiet Lüerwald bei Voßwinkel, nordwestlich von Neheim-Hüsten. Waldstationen erläutern Flora, Fauna und den Lebensraum Wald; an der Waldschule gibt es Anschauungsmaterial wie eine Schädelsammlung und eine Eierparade. So verbindet sich ein Spaziergang mit Einblicken in die heimische Natur.
Waschbär
Foto: Alexa auf Pixabay
Rundwege und Wildschweinrevier
Der Rundweg durch das Wildschweinrevier ist über 4,5 Kilometer lang. Er führt durch unterschiedliche Waldbestände und an Waldstationen vorbei. Auf dem Weg durch das Revier können Sie mit Geduld und Fernglas Wildschweine beobachten – vom Weg oder von einer Aussichtskanzel aus. Der Betreiber empfiehlt, auf den Wegen zu bleiben und die Tiere nicht zu füttern. Ein überdachter Weg verbindet das Eingangshaus direkt mit der Wildschweinfütterung. Am Weg liegen außerdem Waldteiche und die Urwaldstation; ein mehr als 30 Hektar großes Waldrevier wird seit vielen Jahrzehnten nicht forstlich genutzt.
Wildschweine leben in Familienverbänden, den Rotten. Eine erfahrene Bache führt die Gruppe mit ihren Frischlingen; ältere Keiler leben meist allein und suchen zur Paarungszeit den Kontakt. Frischlinge sind in den ersten Lebenswochen besonders auf Schutz und Wärme angewiesen. An den Stationen erfahren Besucher mehr über Verhalten und Lebensweise der Tiere. Wer sie beobachten möchte, nimmt sich Zeit, bleibt ruhig und hält Abstand. Ein Fernglas erleichtert den Blick auf Tiere, die sich zwischen Bäumen und Unterholz bewegen.
Fütterungen und Angebote für Familien
An Wochenenden, Feiertagen und in den Ferien beginnt die Wildhegerinfo um 10.30 Uhr. Zum Fütterungsprogramm gehören Rot-, Dam- und Muffelwild an der großen Wildwiese um 11.30 Uhr, die Wildschweinfütterung um 14.30 Uhr und Marderhunde, Uhus sowie weitere Nachtjäger um 15 Uhr. Die Erläuterungen des Wildhegers ergänzen den selbstständigen Rundgang um Einblicke in die Lebensweise der Tiere.
Der Abenteuerspielplatz am Floßteich und Stakelberger Bach bietet Kindern eine Pause zwischen den Waldwegen. Auf dem Barfußpfad wechseln Waldboden, Steine, Moos und Schlamm unter den Füßen. Waldstationen greifen Naturthemen spielerisch auf; dazu kommen Tiere zum Kennenlernen, darunter Schafe, Minischweine, Pommerngänse und Ziegen. Wer mit Kindern unterwegs ist, kann den Besuch aus kürzeren Wegabschnitten, Spielzeit und Stationen zusammenstellen. Der Weg durch das Wildschweinrevier setzt mehr Zeit und Aufmerksamkeit voraus als ein kurzer Aufenthalt am Spielplatz.
Besuchszeiten nach Saison planen
Von April bis Oktober sowie am 1. November ist das Eingangshaus dienstags bis sonntags von 9 bis 17 Uhr geöffnet, in den NRW-Oster-, Sommer- und Herbstferien täglich. Der Einlass durch das Drehtor ist täglich von 7 bis 19 Uhr möglich. Von November bis März öffnet das Eingangshaus samstags und sonntags von 10 bis 15 Uhr, in den NRW-Weihnachtsferien täglich außer an Heiligabend und Silvester. Für den 1. November gelten die Hauptsaisonzeiten. Das Drehtor ermöglicht in der Nebensaison täglich von 7 bis 16 Uhr den Einlass. Für die Anreise am frühen Morgen oder am Abend zählen daher die Torzeiten. Die Besuchszeiten des Wildwalds nennen die saisonalen Öffnungen; Eintrittskarten sind auch online erhältlich.
Der Aufenthalt lässt sich mit einer Wanderung im Naturpark Arnsberger Wald oder den weiteren Wanderwegen im Sauerland verbinden. Wer andere Tier- und Naturziele vergleichen möchte, findet im Überblick über Freizeit- und Wildparks im Sauerland weitere Ausflugsziele; der Wildpark Warstein im Bilsteintal kombiniert Tierbeobachtung mit einem Höhlenbesuch.