Warsteiner Brauerei vor Gericht

Warsteiner Brauerei vor Gericht
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Nach herben Verlusten der Stammmarke steht Warsteiner enorm unter Druck. Mit Entlassungen und Sparkurs reagiert die Brauerei. An gelungenen neuen Produkten und an einer klaren Strategie mangelt es aber vor allem. Mittlerweile dürfte bei den Sauerländer Bierbrauern die Wegbeschreibung zum Amtsgericht Hamm am Schwarzen Brett hängen. Schließlich haben sich bei dem Familienunternehmen zuletzt Justiztermine enorm gehäuft. Abordnungen aus Warstein müssen regelmäßig in den Gerichtssaal. Mal geht es um Kündigungsschutzklagen von entlassenen Bezirksdirektoren und Außendienstlern, mal um angebliche Verstöße des ehemaligen Generalbevollmächtigten Gustavo Möller-Hergt gegen die vereinbarten Corporate-Gouvernance-Regeln oder um den Streit zwischen Brauereichef Albert Cramer und einer herausgesetzten Hauswirtschafterin.

Auf der Verfahrensliste des Gerichts in Hamm stand Warsteiner zuletzt am vergangenen Freitag. Ein Großteil von 30 Vertriebsmitarbeitern, die Warsteiner Ende 2008 aufgrund von Strukturveränderungen betriebsbedingt gekündigt hatte, klagt auf Wiedereinstellung. Anwalt Martin Pröpper sagt, dass Warsteiner bei den Kündigungen gegen die Sozialauswahl verstoßen habe. Allein vier Kläger im Verfahren vertritt der Arbeitsrechtler aus der Kölner Kanzlei Ulrich Weber und Partner. Allerdings ohne Ergebnis endete vorgestern der Gütetermin. Zu weit auseinander lagen nämlich die finanziellen Vorstellungen der Streitgegner für einen Vergleich. Zur so genannten Kammerverhandlung treffen sich nun beide Parteien am 7. April wieder. Ob die Entlassungen rechtmäßig waren oder nicht entscheidet Richter Klaus Wessel dann, wenn es bis zu diesem Termin keine Einigung zwischen den gekündigten Mitarbeitern und der Brauerei gibt. Offenbar stehen die Chancen für die gekündigten Mitarbeiter laut Pröpper nicht schlecht. Denn auch Richter Wessel hat die Zahl der Kündigungen infrage stellt, nachdem der Unternehmensverband Westfalen-Mitte (Warsteiner wird in diesem Fall von der Arbeitgeber-Vereinigung vertreten) in der Verhandlung von sechs noch offenen Stellen im neu strukturierten Vertrieb sprach.

Datum: 25.01.2009

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