Ferienwohnungen zu Ostern im Sauerland

Weidenkätzchen
Mit den ersten weißen Kätzchen an den Weiden kehrt sicher der Frühling zurück. Ostern ist eines der wichtigsten Feste im Frühling. Das Sauerland lädt zu Ostern ein, hier bei Brauchtum, Glauben und Tradition zu verweilen.
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Ostern im Sauerland ist scheinbar eine Reise des Glaubens, des religiösen und des heidnischen Glaubens. Beschäftigt man sich mit dem Brauchtum zu Ostern im Sauerland, tauchen immer wieder die Worte, Feuer und Kreuz, das Leiden und die Freude auf. In vielerlei Hinsicht scheint Ostern im Sauerland auch eine Reise in die Geschichte zu sein, denn bereits das sauerländische Wort „Posken“ für Ostern könnte man den Ursprung den italienischen Wortstamm „Pasqua“ hineinlesen. Jedoch wie weit die Traditionen zu Ostern in die Geschichte zurückreichen, können Wissenschaftler bestimmt besser analysieren.

Im neuen Newsletter aus dem Sauerland kann man eine Tradition aus dem 17. Jahrhundert als sicheres Datum für das Brauchtum zu Ostern im Sauerland nachlesen. In Attendorn beginnt zur Mittagszeit am Ostersamstag der Brauch des „Semmelsegens“. Zwei Brötchen, die in einer Form von Fischen in sich gewunden werden, ist dort das traditionelle Backwerk. Die Fische sind ein frühchristliches Symbol, welches in einer der vielen Deutungen im Zusammenhang mit Brot als ein Gottesmahl im Frühling angesehen wird. Sich für Ostern eine Ferienwohnung in Attendorn zu suchen, ist insofern interessant, da sich am Ostersonntag auch eine weitere Tradition offenbart. In Attendorn gibt es den Osterfeuerverein. Das Holz für das Osterfeuer wird dabei schon Tage zuvor gesammelt und gebündelt. Im Wald werden auch sogenannte „Poskerkrüze“ auf dem „Osterkopp“ aufgestellt und insgesamt vier Feuer zeitgleich um 21:00 Uhr entfacht. Diesem Schauspiel, dem Abbrennen der Poskerkrüze sehen jedes Jahr Tausende begeistere Zuschauer entgegen.

Mit einem Urlaub in den Ferienwohnungen von Hallenberg zu Ostern darf man einer ganz anderen Tradition zu Ostern beiwohnen. Hier wird die alljährliche Krachnacht gefeiert. Um Mitternacht werden die Straßen in eine totale Finsternis gehüllt und die St.-Heribert-Kirche fordert mit ihren Lieder die Sünder auf, sich zu zeigen. Symbolisch tragen drei große Kreuze getragen und dahinter setzt sich eine rund 90 Minuten lange lärmende Karawane in Bewegung, bis die Nacht erneut ihre Stille einfordert und das Licht in die Straßen und Häuser zurückkehrt.

Mit attraktiven Preisen zu Ostern für Ferienwohnungen und Hotels im Sauerland locken auch die Gemeinden Menden und Arnsberg. Während Arnsberg zu Ostern im Sauerland mit Fackelträgern einen mystisch illuminierten Kreuzweg und ein nächtliches Höhenfeuerwerk inszeniert, nehmen an der Mendener Kreuztracht seit Jahren mehrere zehntausend Menschen teil. Über die Geschichte des Glaubens, den Traditionen zu Ostern und auch was sich hinter der Kreuztracht in Menden geschichtlich versteckt, kann man zu jeder Jahreszeit in einem Urlaub im Sauerland im Mendener Museum für Stadt-und Kulturgeschichte erfragen.

Katja Elflein

Foto: photoopia.com

Datum: 09.03.2010

Deine Meinung

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Kommentar (2)

Hildegard Wortmann

(11.03.2010)

Das Wort Posken kommt nach meinem Wissen von Pforte, oder Tor. Damit sind die alten Stadttore gemeint. Und das der Ostersemmel aus 2 Brötchen in Form eines Fisches gewunden wird, ist mir vollkommen neu. Ich bin in Attendorn aufgewachsen und mit den Bräuchen groß geworden.

Elflein, Katja

(11.03.2010)

Die Etymologie zu Ostern bringt zwei verschiedene Erklärungen. Dazu gesellen sich Brauchtum und Glauben, die zum einen tief mit der heutigen hier verbreiteten Christenlehre verwurzelt sind, jedoch weitaus ältere Spuren in die Zeit der Germanen und anderen auf unserem Territorium lebender Völker und Volksstämme. Im heidnischen Glauben feiert man noch heute zu Ostern das Aufwachen der Natur zum neuen Leben. Dieser findet ihre Symbolkraft in der sich stets verjüngenden Morgenröte oder auch die Göttin Aurora genannt, welche jeden Morgen im Osten ihren neuen Glanz beweist. Ostern steht heute jedoch in der Christenlehre zunächst für das Leiden Christies, für seinen Tod und der anschließenden Auferstehung Jesus Christus in Begleitung zweier Engel und dem Erscheinen seines Geistes gegenüber Maria und dem Jünger Simon. Der gesamte Prozess endet eigentlich erst mit dem Palmsonntag und wird in vielen Ländern über entsprechende Prozessionen gewürdigt, das Leiden Christie nachvollzogen und in der Auferstehung dann auch gefeiert, auch bekannt als die Passionen. Das Wort Posken kann man in der Etymologie über das italienisch verwandte Wort Pasque, dem spanischen Wort Pascue bis in die Wortableitung vom aramäischen pas-cha, angelehnt an das hebräische Wort Pessach zurückverfolgen und gebührt eigentlich nur der Benennung am Tage der Auferstehung oder dem durchschreiten eines Tores in eine andere Ebene, vielleicht zurück zu seinem Vater, wenn Jesus Gottes Sohn sein sollte. Das Ostern entstammt also aus dem altgermanischen Schriften und die Herkunft pasqua, Passion, Posken in das Reich der Hebräer. Für das „Semmelsegnen“ empfiehlt sich der Besuch vor dem Sauerländer Dom am Ostersonntag.

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