Werdohl
Unterkünfte in Werdohl
Werdohl verbindet Wege entlang der Lenne, Kletterfelsen und eine Industriegeschichte, die bis ins 18. Jahrhundert zurückreicht. Vom Aussichtspunkt oberhalb der Osmecke fällt der Blick auf die Stadt; zugleich durchquert die Lenneroute Werdohl. Für die Planung Ihres Aufenthalts bietet sich damit eine Auswahl unterschiedlicher Schwerpunkte: Stadtweg, Wanderung, Klettern oder ein Einblick in die Geschichte der Industrialisierung.
Stadtwege und Wanderungen
Der markierte Innenstadtweg ist 1,9 Kilometer lang und führt zu mehreren Stationen: An der Stadtbrücke liegen die Lennefontäne und die Lenneuferpromenade. Auch die Skulptur „Lenneken“ gehört zum Weg. Sie zeigt eine Figur, die mit einem Schirm die Fontäne beobachtet. Wer einen Weg mit Stadtmotiven und Kunst im öffentlichen Raum sucht, findet hier eine kurze Route mit klar benannten Sehenswürdigkeiten.
Anders geprägt ist der 1,8 Kilometer lange Waldlehrpfad: Er führt von der Landwehr am Evangelischen Friedhof zum Hexentanzplatz in Werdohl. Im Bereich Dösseln–Brenge ist außerdem der Eichelhäherweg als einer der benannten Wanderwege aufgeführt. Die beiden Längenangaben machen einen knappen Vergleich möglich: Innenstadtweg und Waldlehrpfad sind ähnlich lang, führen aber zu unterschiedlichen Zielen und setzen andere Schwerpunkte. Prüfen Sie vor dem Aufbruch die örtlichen Wegbedingungen.
Kletterfelsen mit unterschiedlichen Routen
Auch für Kletternde gibt es mehrere benannte Felsen und Routenbereiche. Auf dem Weg von der Altenaer Straße zum Klettergebiet erreicht man zuerst die Denkmalwand. Dort gibt es erschlossene Routen im mittleren bis schwierigen Schwierigkeitsbereich. Der Lennewächter liegt etwas versteckt im Grünen und bietet ebenfalls erschlossene, anspruchsvolle Routen. Die beiden Beschreibungen geben unterschiedliche Orientierung: an der Denkmalwand steht eine Spanne von mittlerem bis schwierigem Niveau im Vordergrund, beim Lennewächter der anspruchsvolle Charakter.
Die Lenneplatte wird für Kletterausbildung und Anfängerkurse genutzt. Wenn Sie einen Kurs erwägen, klären Sie Angebot und Anmeldung vorab. Etwa 50 Meter hinter der Lenneplatte liegt der Lennebrüggler. Dort gibt es acht Routen, überwiegend im Grad 7, sowie zwei weitere Routen im Grad 4. An der Werdohler Neunerplatte sind 19 Routen beschrieben; überwiegend handelt es sich um geneigte Plattenkletterei im vierten und fünften Grad. Damit unterscheiden sich die genannten Felsen sowohl in der beschriebenen Routenanzahl als auch in den Schwierigkeitsangaben. Routenanzahlen, Grade und Verfügbarkeit können sich ändern; informieren Sie sich vor dem Klettern lokal über den aktuellen Stand.
Industriegeschichte und Stadtmuseum
Werdohls Industriegeschichte lässt sich an einer konkreten Abfolge festmachen: 1789 entstand in Werdohl-Elverlingsen das als erstes auf dem europäischen Kontinent bezeichnete Schwarzblechwalzwerk. 1817 wurde es zum ersten deutschen Drahtwalzwerk umgebaut. Die beiden Daten markieren die Entstehung und den späteren Umbau des Werks.
Das Stadtmuseum Werdohl ergänzt diesen historischen Blick mit einer Dauerausstellung in vier Themenräumen. Sie behandelt wirtschaftliche, gesellschaftliche und kulturelle Veränderungen, die mit der Industrialisierung und dem raschen Wachstum der Stadt einhergingen. So können Sie die Geschichte nicht nur über einzelne Jahreszahlen betrachten, sondern auch über ihre unterschiedlichen Auswirkungen auf das Stadtleben. Informieren Sie sich vor einem Besuch über die aktuellen Besucherregelungen.
Ein weiterer Blick auf die Lenne
Im Werdohler Bereich ist die Lenne eine Äschen- und Forellenregion. Diese Einordnung kann für Angler interessant sein; Zugangsmöglichkeiten und erforderliche Erlaubnisse sollten Sie bei den örtlichen Fischereibehörden erfragen.
Ob Sie für Ihre Reise eher Wege, Klettern oder Stadtgeschichte in den Mittelpunkt stellen: Die genannten Ziele eröffnen verschiedene Möglichkeiten, Werdohl kennenzulernen.
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