Geschichte von Eslohe
Der heutige Name Eslohe ist zum ersten Mal in Aufzeichnungen aus dem Jahre 1204 zu finden. Hier wird der Ort als Sitz der Ritterfamilie von Esleven angeführt, von der die heutige Gemeinde wohl auch ihren Namen hat. Aus der Gegend ist noch bekannt, dass es im 16. Jahrhundert einen sogenannten Kupferhammer gab, der sein Material, das Erz, vom nah gelegenen Kupferberg bei Meinkenbracht empfing und es anschließend entsprechend verarbeitete. Zu dieser Zeit fielen die nahe beieinander gelegenen Ortschaften Eslohe, Schliprüthen und Reiste als untergliedertes Amt dem Amt Fredeburg zu. Schon damals war Eslohe berühmt für seine alte Kirche, die wahrscheinlich sogar die älteste in der ganzen Umgebung ist, die Aposteln Paulus und Petrus als Schutzpatronen trägt und allem Anschein nach im 11. Jahrhundert von den Grafen von Arnsberg gegründet worden ist. Die Geistlichen reisten jedoch immer aus Meschede, genauer gesagt, dem dortigen Stift an, um in Eslohe zu wirken. Die Entstehung der eigentlichen Gemeinde geht allerdings zurück auf die Zusammenlegung der Bewohner des Kirchspiels Eslohe in ein gesamtumfassendes Kirchspielsgericht.
Auch damals war Eslohe schon Amtssitz verschiedener Behörden und öffentlicher Einrichtungen, vor allem aber auch von Gerichten, die während des 30-jährigen Krieges des Öfteren von den Einwohnern konsultiert wurden, da diese über den ständigen Durchmarsch und die Behausungen von Soldaten verärgert waren. Diese Beschwerden gingen bei der Regierung in Arnsberg im Jahr 1636 ein.
Um die 18./19. Jahrhundertwende wurde Eslohe durch die Okkupation des Herzogtums Westfalen an Hessen-Darmstadt angegliedert und erhielt einige Jahre später durch eine Zuweisung auch den Sitz des Oberbergamtes von Brilon, das 1811 mit dem Esloher Bergamt fusionierte.
In der preußischen Zeit wurde die Gemeinde Eslohe im Jahr 1819 ein eigener Kreis, der Kreis Eslohe. Allerdings hielt diese Würde nicht lange an, da Eslohe nicht viel später zum Kreis Meschede hinzugefügt wurde. Über eine Postkutsche konnten ab 1813 Nachrichten aus der Kreisstadt Meschede über Eslohe bis hin nach Cobbenrode, Ödingen und Grevenbrück transportiert und vermittelt werden. Einige Jahre später konnte dieser Postdienst sogar täglich in Anspruch genommen werden.
Geschichtsträchtige Orte in Eslohe sind weiterhin das Haus Wenne und Haus Blessenohl. Das Herrenhaus Wenne wurde im Jahre 1317 erstmalig erwähnt und war der Sitz der Herren von Wenne, die ihre Liegenschaften im Laufe der Jahre mehrmals umbauten, sogar ein Wassergraben, der heute nicht mehr existent ist, wurde angelegt. Haus Blessenohl ist ein Landgut, das mit der Zeit auch Rittgergut wurde und heute einer Erbin der Familie gehört.
Foto: Wikipedia
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