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Geschichte von Lennestadt und Kirchhundem

Wie Lennestadt entstand

Lennestadt ist eine junge Stadt, deren Ortsteile auf ältere Siedlungsgeschichten zurückblicken. Am 1. Juli 1969 führte die kommunale Neugliederung im Kreis Olpe mehrere zuvor selbstständige Gemeinden und Gemeindeteile zusammen. Das Gesetz nennt Elspe, Grevenbrück, Kirchveischede, Saalhausen und Oedingen sowie Teile von Helden und Kirchhundem. Die Einheiten kamen aus vier früheren Ämtern. Bei der Neuordnung blieben einzelne Ortsteile und Gebiete ausdrücklich ausgenommen. Die heutige Stadt umfasst deshalb eine neue gemeinsame Verwaltungsebene, während Ortsnamen und lokale Geschichte an die früheren Gemeinden erinnern.

Wappen von Lennestadt Wappen von Lennestadt

Die frühe Besiedlung des heutigen Stadtgebiets lässt sich an unterschiedlichen Zeugnissen ablesen. In Höhlen des Kalkmassivs bei Grevenbrück wurden Funde aus der Eiszeit entdeckt; Grabanlagen aus dem frühen Mittelalter ergänzen das archäologische Bild. Elspe zählt zu den alten Orten des Kreises Olpe. Eine kirchliche Gemeinde wird dort bereits für das 9. Jahrhundert vermutet. Im Mittelalter prägten auch Herrschaftssitze die Region: Auf der Peperburg bei Grevenbrück saßen im 12. Jahrhundert die Edelherren von Gevore. Diese Ortsgeschichte reicht damit weit vor die Gründung der Stadt zurück.

Mit der Industrialisierung veränderten sich Wege und Erwerbsleben. Der Anschluss an die Eisenbahn stärkte Verbindungen im Lennetal und erleichterte den Austausch von Gütern und Arbeitskräften. Stahl- und Maschinenbau konnten von den verbesserten Verkehrswegen profitieren.

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Die Gemeinde Kirchhundem

Auch Kirchhundem erhielt seine heutige kommunale Gestalt durch das Neugliederungsgesetz mit Wirkung zum 1. Juli 1969. § 6 führt Gemeinden aus den früheren Ämtern Kirchhundem und Bilstein zusammen. Dazu gehörten Heinsberg, Kohlhagen und Oberhundem, der größte Teil der damaligen Gemeinde Kirchhundem sowie Rahrbach mit ausdrücklich bezeichneten Ausnahmen. Benolpe kam aus der früheren Gemeinde Kirchveischede hinzu. Die gesetzliche Aufzählung zeigt, dass die heutige Gemeindegrenze aus genau abgegrenzten Gebieten gebildet wurde und nicht einfach mit den Grenzen eines früheren Amtes gleichzusetzen ist.

Vor der kommunalen Neuordnung bestimmten Wald und Eisenerz die Wirtschaft der Gegend. Holz war ein wichtiger Rohstoff, und die Erzvorkommen trugen das örtliche Eisengewerbe; in einigen Betrieben wurde noch bis 1935 Erz abgebaut. Im 19. Jahrhundert wuchs die Bedeutung der Eisenbahn. Die Ruhr-Sieg-Strecke verband die Region mit wichtigen Verkehrswegen und erleichterte die Güterlogistik für Betriebe. Landwirtschaft, Waldnutzung, Erzgewinnung und später die Industriebetriebe stehen für unterschiedliche Phasen der Ortsgeschichte.

Auch die mittelalterliche Rechtsgeschichte gehört zur Einordnung Kirchhundems. Der Ort war bis ins 15. Jahrhundert Sitz eines der beiden Hauptfreistühle der Freigrafschaft Elspe-Hundem. Ein Freistuhl bezeichnete einen Gerichtsort der Freigrafschaft. Damit liegen zwischen dieser älteren Gerichtsordnung und der kommunalen Zusammenführung von 1969 mehrere Jahrhunderte wechselnder Zuständigkeiten. In Lennestadt wie in Kirchhundem erklären daher sowohl die Geschichte einzelner Orte als auch spätere Verwaltungsentscheidungen die heutige räumliche Gestalt.

Für einen Besuch historischer Orte bieten die Sehenswürdigkeiten in Lennestadt und Kirchhundem passende Ziele. Ortsgeschichten und Ausflugsorte in beiden Kommunen sind unter Lennestadt und Kirchhundem entdecken gebündelt. Für einen Aufenthalt stehen Unterkünfte in Lennestadt und Unterkünfte in Kirchhundem zur Auswahl; ein gemeinsamer Überblick über beide Gemeinden bietet Lennestadt und Kirchhundem.

Foto: Wikipedia