Geschichte von Soest

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Die Stadtgeschichte von Soest ist sehr umfangreich und vielfältig, weshalb sie sich mit Sicherheit schwierig in den folgenden wenigen Sätzen zusammenfassen lässt, allerdings ist sie auch spannend und hochinteressant. Der Name der Stadt Soest findet sich zum ersten Mal in Dokumenten aus dem Jahr 836. Man kann jedoch mit Sicherheit davon ausgehen, dass es schon vor dieser urkundlichen Erwähnung Siedlungsgebiete im Soester Raum gegeben hat. Die Lage von Soest am Hellweg-Handelsweg begünstigte die Entwicklung der Stadt und auch die Gegebenheiten, die die Soester Börde mit sich brachte, waren nicht unvorteilhaft. Ein weiterer wichtiger Faktor war auch die Salzquelle, die natürlich gerade im Mittelalter für eine Stadt, direkt an einem Handelsweg gelegen, nur positiv war und zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor für die Stadt wurde. Auch was die Verarbeitung von Eisen anbelangte, war Soest prädestiniert. Der Aufstieg zur Fernhandelsstadt lag daher aufgrund der Kreuzung zweier wichtiger Handelswege in Soest nicht fern.

Aus diesen Gründen hatte sich die Stadt im Mittelalter schon einen Namen gemacht und war international bekannt. Weiterhin ist auch bekannt, dass die alten Soester Stadtrechte die ersten in ganz Deutschland waren, die aufgezeichnet worden sind. Soest war jedoch im späten Mittelalter danach bestrebt, sich von der Landesherrschaft des Kölner Erzbischofes zu befreien und unabhängig zu werden. Aufgrund großer diesbezüglichen Streitigkeiten und Belagerungszuständen verlor Soest an Macht und Einfluss als Handelsmacht und zog eine Art Krise nach sich.

In der Neuzeit wurde Soest im Jahr 1616 erstmals von „Feinden“ besetzt und musste sich anschließend schweren Zerstörungen während des Dreißigjährigen Krieges unterziehen. Das Leiden traf aber nicht nur die Stadt Soest an sich, sondern auch die umliegenden Nachbarstädte. Mit der Reformation im Jahr 1531 sind zahlreiche bedeutsame Kirchen evangelischer Konfession entstanden. Wichtig und nennenswert ist in diesem Zusammenhang die Werler Kirche, die heute immer noch Zielpunkt für viele Marienwallfahrer ist. Werl ist daher aufgrund der bedeutenden Marienstatue sogar der drittgrößte Wallfahrtsort in ganz Deutschland.

In der Moderne hatte Soest damit zu kämpfen, sich wirtschaftlich weiter auszubauen und den Anschluss zu finden. Leider gelang dies nicht so gut, was sich im Stadtbild wiederspiegelte. Als Soest dann jedoch Kreisstadt wurde, ging es langsam wieder aufwärts. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts schien die Durststrecke mit der Errichtung eines neuen Güterbahnhofs und zahlreichen neuen Arbeitsplätzen endgültig überwunden zu sein.

Während der Zeit des Zweiten Weltkrieges ist Soest sehr oft Ziel von Angriffen der Alliierten geworden. Unter anderem wurde der damals für das Deutsche Reich sehr wichtige Rangierbahnhof in Soest zerstört, anschließend wieder aufgebaut, dann aber abgerissen worden. Auch in der Innenstadt wurden viele Wohnhäuser zerstört.Heute ist Soest sowohl von der Wirtschaft als auch vom Tourismus her eine florierende Stadt, die auch gerne als Wohnsitz von Ruhrgebiets-Pendlern angenommen wird.

Foto: Wikipedia

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