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Briloner Kammweg: Rundweg über Ginsterkopf und Willingen

Der Briloner Kammweg ist ein anspruchsvoller Rundweg ab dem Marktplatz in Brilon. Die Tourismusinformation Brilon-Olsberg führt die Gesamtroute mit rund 49 Kilometern und zwei Etappen; der Deutsche Wanderverband nennt 49,5 Kilometer und stuft die Technik und Kondition als schwer ein. Der Rundweg verläuft über Willingen zurück nach Brilon und quert dabei die Grenze zwischen Nordrhein-Westfalen und Hessen. Auf dem Weg wechseln sich Höhenzüge, Buchen- und Fichtenwälder, Täler und offene Landschaften ab. Die Anstiege am Habberg und Ginsterkopf verlangen Trittsicherheit und Kondition. Eine sanftere Variante zweigt erst im weiteren Verlauf ab der Feuereiche ab.

Wanderweg Wanderweg Foto: S. Hermann & F. Richter auf Pixabay

Von Brilon über Borberg zum Ginsterkopf

Start und Ziel liegen am historischen Marktplatz vor dem Rathaus. Von dort führt die Runde zunächst am Naturschutzgebiet Drübel vorbei zur Möhnequelle und weiter durch den Briloner Bürgerwald. Ein erster längerer Abstieg bringt Wandernde zur Hiebammenhütte. Danach liegt Borbergs Kirchhof am Weg: Auf einer Lichtung im Buchenwald stehen die Reste einer frühmittelalterlichen Ringwallanlage, die ehemalige Kirche und eine Kapelle. Vom Kapellenvorplatz öffnet sich ein Blick ins Ruhrtal und in Richtung Olsberg.

Hinter dem Borberg geht es über Schustersknapp auf die steileren Anstiege zum Habberg und Ginsterkopf. Wer die aussichtsreiche Höhenroute wählt, gelangt auf den schmalen Felsgrat des Ginsterkopfs und wird mit weiten Blicken über die Berge belohnt. Die Tourismusinformation weist darauf hin, dass dieser Wegabschnitt Trittsicherheit und Kondition erfordert. Ab der Feuereiche führt die sanftere Variante über den Wanderweg X2 und trifft nach etwa drei Kilometern wieder auf den Kammweg. Beide Varianten verlaufen zuvor über Habberg und Ginsterkopf.

Die Feuereiche markiert die Wasserscheide zwischen Rhein und Weser. Von dort lässt sich ein Abstecher zu den Bruchhauser Steinen einplanen; der Kammweg passiert die markanten Felsformationen und führt über Bruchhausen zum Richtplatz. Die Route verbindet Naturorte mit Kulturgeschichte. Die Hiebammenhütte liegt als möglicher Pausenpunkt am Weg.

Über Willingen und die Hoppecke zurück nach Brilon

Ab dem Richtplatz führt der Weg hinunter zum Bahnhof Willingen. Die zweite Etappe steigt von dort gleich zu Beginn auf den Hohen Eimberg. Auf den folgenden Hochlagen verläuft die Route zwischen Hoppecke und Itter oft in etwa 700 bis 800 Metern Höhe. Über die Landesgrenze geht es am Rothekopf und an weiteren Höhenpunkten vorbei; später quert der Weg die Hoppecke und steigt erneut zu den Höhenzügen von Brilon an. Der Wechsel von tiefen Fichten- und Buchenwäldern zu offenen Heckenlandschaften macht die Rückkehr in Richtung Stadt gut erkennbar.

Die beiden offiziellen Tagesabschnitte starten in Brilon und Willingen. Die Tourismusinformation gibt für den ersten Abschnitt Brilon–Willingen rund 27 Kilometer an und führt als Zwischenpunkte unter anderem Möhnequelle, Hiebammenhütte, Borberg, Habberg, Ginsterkopf, Feuereiche, Bruchhauser Steine und Richtplatz auf. Für Willingen–Brilon sind rund 21 Kilometer ausgewiesen; diese Etappe führt über Hohen Eimberg, Rothekopf, Huckeshohl, Teufelsgrund und Bremecketal zum Marktplatz. Etappenwerte variieren je nach Kartendarstellung und Abzweigen; sie geben Orientierung für die Streckenplanung.

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Schwierigkeit, Anreise und Etappenwahl

Der Briloner Kammweg lässt sich laut Tourismusinformation in zwei Tagesetappen gehen; der Wanderverband nennt zwei bis drei Tage als passende Aufteilung. Die touristische Route zum Ginsterkopf hat rund 27 Kilometer und knapp acht Stunden reine Gehzeit, die Rücketappe rund 21 Kilometer und gut sechs Stunden. Das sind lange Wandertage mit deutlichen Höhenwechseln. Wer kürzere Tage bevorzugt, kann die Abschnitte anders aufteilen oder Trekkingplätze entlang des Wegs nutzen; die Plätze müssen vorab nach den geltenden Regeln gebucht werden.

Die Bushaltestelle Brilon-Markt liegt direkt am Start; der Bahnhof Brilon-Stadt ist etwa 500 Meter entfernt. Willingen hat einen Bahnhof am anderen Ende der ersten Etappe; Brilon-Wald liegt nahe der Route. Bus- und Bahnanschlüsse erleichtern die Planung einzelner Teilstücke und der Rückfahrt. Parken am Marktplatz ist kostenpflichtig; kostenfreie Plätze gibt es laut Tourismusinformation am Kreishaus und bei der Polizei. Für die Streckenführung eignen sich die aktuelle Karte oder GPX-Datei der Tourismusinformation.

Der Briloner Kammweg startet am Briloner Marktplatz und verläuft auf etwa der Hälfte gemeinsam mit dem Rothaarsteig als eigene Rundtour. Wer weitere Wege in der Region sucht, findet auch den Uplandsteig in Willingen und den Sauerland-Wanderüberblick. Der Ortsführer Brilon ergänzt Hinweise zu Startpunkt und Stadtbesuch. Die aktuelle Tourenbeschreibung von Brilon-Olsberg bündelt Etappen, markante Wegpunkte, Anreise und GPX-Download.