Drahthandelsweg: Lüdenscheid, Altena und Iserlohn
Der Drahthandelsweg verbindet Lüdenscheid, Altena und Iserlohn auf einer 31 Kilometer langen Wanderroute durch das Märkische Sauerland. Der Weg folgt der historischen Handelsroute der Drahthändler aus dem 17. bis 19. Jahrhundert. 23 Stationen erläutern unterwegs die Drahtproduktion, den Handel und den Transport. Wälder, Täler und Höhenzüge wechseln sich mit Orten ab, deren Industriegeschichte eng mit dem Draht verbunden ist.
Wanderweg
Foto: Manfred Antranias Zimmer auf Pixabay
Vom Drahtgewerbe zur Wanderroute
Die Drahtindustrie prägte die Entwicklung der Region über viele Generationen. Entlang der Route wird nachvollziehbar, wie Rohstoffe, Wasser, handwerkliche Arbeit und Handel zusammenwirkten. Informationstafeln greifen die einzelnen Schritte auf: vom Ziehen des Drahtes über die Herstellung bis zum Transport der Waren. So erschließt sich die Geschichte in der Landschaft und den Städten, die der Weg miteinander verbindet.
Der Drahthandelsweg führt von Lüdenscheid über Altena nach Iserlohn; die Gegenrichtung ist ebenfalls möglich. Wer einzelne Orte näher kennenlernen möchte, findet einen Einstieg über Lüdenscheid und Altena. Zu den Stationen am Weg zählen die Phänomenta, die Fuelbecker Talsperre, Burg Altena, der Danzturm und das Deutsche Drahtmuseum. Für den Besuch von Burg und Stadt bietet die Übersicht zu Sehenswürdigkeiten in Altena weitere Orientierung; auch Sehenswürdigkeiten in Lüdenscheid lassen sich in die Tourplanung einbeziehen.
Länge, Zeit und Höhenprofil
Die Gesamtstrecke beträgt 31 Kilometer. Für die Wanderung sind rund neun Stunden angegeben; der gesamte Aufstieg summiert sich auf etwa 860 Höhenmeter. Die offizielle Schwierigkeitseinstufung lautet mittel. Für Besichtigungen an den Stationen kommt zur angegebenen Wanderzeit zusätzliche Zeit hinzu. Damit eignet sich die Route für geübte Wandernde mit guter Grundkondition. Längere Anstiege und Abstiege gehören zum Weg, deshalb ist es sinnvoll, die eigene Tagesplanung an Kondition und Pausen auszurichten. Wer unterwegs mehr Zeit für die Städte und Sehenswürdigkeiten einplanen möchte, kann die Strecke auf zwei Wandertage verteilen.
Die Tour lässt sich als Streckenwanderung gestalten: Ein Bahnhof in Lüdenscheid, Altena oder Iserlohn kann als Einstieg dienen, der Zielort liegt dann an einem anderen Abschnitt des Weges. Die offizielle Tourbeschreibung nennt alle drei Städte als mögliche Startpunkte und den Bahnhof Iserlohn als Zielpunkt der beschriebenen Richtung. Die offizielle Tourbeschreibung mit GPX-Dateien bietet die Route für beide Laufrichtungen.
Gut vorbereitet unterwegs
Festes Schuhwerk passt zu den wechselnden Wegabschnitten; wurzelige Passagen können nach Regen rutschig sein. Mehrere Straßenquerungen erfordern Aufmerksamkeit im Verkehr. Für die Waldabschnitte eignen sich Tage ohne Sturm oder Unwetter. Die Route führt durch längere Steigungen und Abstiege, daher sollten Zeitbedarf, Wetter und eigene Kondition zusammenpassen. Für eine Etappenplanung bieten sich die Bahnhöfe der drei verbundenen Städte als praktische Orientierungspunkte an. Auf diese Weise lässt sich die Wanderung mit Besichtigungen verbinden und zugleich passend zur verfügbaren Zeit aufteilen.
Der besondere Reiz des Drahthandelswegs liegt im Zusammenspiel aus Industriegeschichte und Landschaft: Die 23 Informationstafeln geben den historischen Themen einen konkreten Ort, während die Strecke die drei Städte und ihre Sehenswürdigkeiten zu einem gemeinsamen Wandererlebnis verknüpft.