Waldskulpturenweg

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Als Wanderweg für Kultur und Kunstbegeisterte reiht sich der Waldskulpturenweg in die schönsten Wanderrouten des Sauerlandes ein. Zwischen Schmallenberg im Sauerland und Bad Berleburg im Siegerland verläuft der 22 km lange Wanderweg der den Kamm der Rothaargebirges. Das von der Kunststiftung NRW unterstützte Projekt ist ein echter Hinguck er unter den Wanderwegen. Skulpturen und Installationen verschiedenster Künstler säumen den Weg.


Der bisher einzige Kunstwanderweg Deutschlands wächst ständig weiter. Bisher stehen 9 von insgesamt 11 geplanten Skulpturen schon an der Strecke. Das Projekt soll eine Verbindung zwischen den ehemals getrennten und in der Vergangenheit oftmals kriegerisch aneinandergeratenen Regionen des Sauerlandes und des Wittgensteiner Landes darstellen. Im Jahr 2000 Begann man mit der Anbringung der ersten Kunstwerke in den Wäldern rund um das Rothaargebirge.
Über den Teichen installierte Andreas Oldörp in seinem gleichnamigen Projekt Kupfer-Stahl-Stelen die wie Orgelpfeifen fungieren. Schließen Sie die Augen und lassen Sie sich auf ihrer Wandertour doch einmal vom Kläng natürlicher Töne leiten, die sich harmonisch ins Landschaftsgefüge einbinden.


Als Wegetechnischer Knotenpunkt ist der Hexenplatz in der Region schon länger bekannt. Lili Fischer hat diese Namensgebung aufgegriffen und formte eine Kultstätte, die den Mythen und Sagen der Hexen entspricht. Wundern Sie sich also nicht, wenn Sie plötzlich an einen Platz kommen, in dessen Mitte ein großer Hexenkessel steht. Eine Hommage an die Hexenverfolgung, die auch hier ihr grausames Unwesen trieb. Rund um den Kessel können Sie dann in aufgeschlagenen Zauberbüchern schmökern.


Der Krummstab von Heinrich Brummack sieht aus, wie ein mächtiger Wanderstock, der über dem Wanderweg in den Boden gerammt wurde. Was der Wanderer aber eigentlich durchläuft ist das einstige Symbol der Benediktiner-Abtei Kloster Grafschaft. Der Stock ist ganze 7,50m groß.


Kein leichtes Spiel hatten die Wittgensteiner und die Sauerländer in der Vergangenheit. Der historische und kulturelle Konflikt wird in der Arbeit von Ansgar Nierhoff wieder aufgegriffen. Riesige Stahltore öffnen sich an dieser Stelle in verschiedene Richtungen.


Nils-Udo befasste sich in seiner Arbeit mit „Stein - Zeit – Mensch“. In einer Art Tempel eingefasst liegt ein etwa 150 t schwerer Quarzit und überdauert die Zeiten und den Menschen. Regungslos spricht das Monument für sich selbst.


Alan Sonfist grub eine 44 x 28 m messende Kontur eines Falken ins Erdreich. Dieser übergroße Vogel kann auch nur aus der Vogelperspektive ganz wahrgenommen werden. Ein hoher Zaun direkt um die Konturen gezogen schützt den Falken vor menschlicher Willkür.


Die Grünstation von Gloria Friedmann ist nicht nur ein netter Unterstellplatz bei schlechtem Wetter. Das grüne Haus wird von vier Bäumen durchzogen und steht damit trotz menschlicher Genauigkeit im Einklang mit der Natur.


Der Waldskulpturenweg ist mal etwas anderes im Vergleich zu den üblichen Wanderstrecken und sollte als Kombi aus Freiluft und Wandermuseum verstanden werden. Der Eintritt ist natürlich frei.

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