WaldSkulpturenWeg Wittgenstein–Sauerland
Der WaldSkulpturenWeg Wittgenstein–Sauerland verbindet Bad Berleburg und Schmallenberg auf rund 23 Kilometern. Elf Arbeiten international renommierter Künstlerinnen und Künstler stehen an markanten Punkten der Strecke. Beim Wandern begegnen Sie zeitgenössischer Kunst mitten in der Landschaft: Manche Werke beziehen Bäume, Gelände und Klänge ein, andere setzen mit Stein, Stahl oder konstruierten Formen deutliche Zeichen. Der Weg führt durch zwei Regionen und verknüpft Naturerlebnis mit einem vielseitigen Blick auf Kunst und Kultur.
Waldskulptur
Foto: M W auf Pixabay
Ein Kulturwanderweg zwischen zwei Städten
Die Wittgensteiner Akademie entwickelte das Projekt gemeinsam mit Partnern aus der Region. Es entstand zwischen 2000 und 2010. Die Informationstafeln an den Rathäusern von Bad Berleburg und Schmallenberg markieren Anfang und Ende. Der Weg verläuft über Zugangswege zum Rothaarsteig und ergänzt dessen Wanderlandschaft um einen eigenständigen Kunstpfad. Den Rothaarsteig mit seinen Etappen können Sie als weiterführende Fernwanderung kennenlernen.
Die elf Kunstwerke greifen unterschiedliche Beziehungen zwischen Mensch, Geschichte und Natur auf. Andreas Oldörps „Über den Teichen“ erzeugt Töne mit sechs Kupferpfeifen und einem elektrisch betriebenen Orgelgebläse. Lili Fischers „Hexenplatz“ nimmt regionale Überlieferungen und historische Hexenprozesse als Thema auf. Heinrich Brummacks „Der Krummstab“ verweist auf das Kloster Grafschaft. Ansgar Nierhoffs „Kein leichtes Spiel“ setzt die Geschichte der beiden Regionen in eine räumliche Form. Nils-Udo verwendete für „Stein-Zeit-Mensch“ einen 150 Tonnen schweren Quarzitblock aus einem Steinbruch bei Raumland. Voluminöse Baumstämme umrahmen den auf einem Sockel ruhenden Stein und bilden eine an einen Tempel erinnernde Architektur. Die Werke lassen verschiedene Zugänge offen: Sie laden dazu ein, genauer hinzusehen, Landschaft wahrzunehmen und über die jeweilige Idee nachzudenken.
Kunstwerke am Weg entdecken
Zu den weiteren Arbeiten gehören Alan Sonfists „Der Falke“, ein aus Erdwällen geformter Schattenriss, und Gloria Friedmanns „Die Grünstation“, ein leuchtend grünes Haus inmitten eines Biotops. Auch Installationen wie der „Blinker II“ erweitern das Spektrum der Materialien und Eindrücke. Auf der offiziellen Projektseite des WaldSkulpturenWegs werden alle Kunstwerke und ihre künstlerischen Konzepte vorgestellt. So können Sie einzelne Arbeiten einordnen und Ihren Blick vor Ort auf Details richten, die im Vorübergehen leicht verborgen bleiben.
Die elf Kunstwerke verteilen sich über die Wanderstrecke. Der Wechsel von Wald, offenen Stellen und markanten Wegpunkten prägt deshalb auch die Begegnung mit den Arbeiten. Der Weg ist öffentlich zugänglich und kostenlos. Planen Sie die Strecke als Wanderung zwischen den beiden Städten; die rund 23 Kilometer machen sie zu einer längeren Tour. Für die Einteilung sind Start- und Zielpunkt sowie die Rückfahrt zu berücksichtigen.
Weitere Wanderwege in der Region
Wenn Sie einen Fernweg mit anderen Landschaftsschwerpunkten suchen, bietet die Sauerland-Waldroute zwischen Iserlohn und Marsberg eine längere Streckenwanderung mit zwei Varianten ab Warstein. Der Sauerland-Höhenflug führt auf Wegen zwischen Altena beziehungsweise Meinerzhagen und Korbach. Längere Strecken und besondere Ausdaueranforderungen kennzeichnen anspruchsvolle Wanderungen im Sauerland. So lässt sich der Kunstwanderweg als eigenständige Tour mit anderen Fern- und Höhenwegen vergleichen.