Rothaarsteig: Etappen und Wegverlauf
Der Rothaarsteig führt auf 154 Kilometern von Brilon nach Dillenburg und verbindet das Sauerland mit dem Wittgensteiner Bergland, dem Siegerland und dem Westerwald. Die Hauptroute lässt sich in sechs, acht oder zwölf Etappen gehen. In der verbreiteten Acht-Etappen-Aufteilung liegen Brilon, Willingen, Winterberg und Schanze am Beginn; anschließend führt der Weg über den Rhein-Weser-Turm und Lützel zum Lahnhof. Die Ortszentren von Willingen und Wilgersdorf sind über Zugangswege mit dem Hauptweg verbunden.
Rothaarsteig bei Schmallenberg
Foto: Pampa Explorer auf Pixabay
Die acht Etappen von Brilon nach Dillenburg
Die Etappenfolge beschreibt eine mögliche Einteilung der langen Streckenwanderung. Start und Ziel lassen sich auch in umgekehrter Richtung verbinden:
- Brilon–Willingen: 23,4 Kilometer, mit dem Borberg und dem Richtplatz vor dem Zugang nach Willingen.
- Willingen–Winterberg: 22,1 Kilometer; die Strecke führt über den Langenberg und an der Niedersfelder Hochheide sowie der Ruhrquelle vorbei.
- Winterberg–Schanze: 18,8 Kilometer über den Kahlen Asten und durch Lenneplätze und Langewiese.
- Schanze–Rhein-Weser-Turm: 23,5 Kilometer. Ab Schanze stehen Kamm- und Talvariante zur Wahl; sie treffen an der Millionenbank wieder zusammen.
- Rhein-Weser-Turm–Lützel: 18,4 Kilometer über Heinsberger Heide, Dreiherrnstein und Ginsberger Heide.
- Lützel–Lahnhof: 14,2 Kilometer durch das Quellgebiet von Eder, Sieg und Lahn.
- Lahnhof–Wilgersdorf: 18,4 Kilometer über Ilsequelle und Jagdberg. Der Rothaarsteig verläuft weiter bis zur Tiefenrother Höhe; der gelb markierte Zugangsweg führt nach Wilgersdorf.
- Wilgersdorf–Dillenburg: 20,4 Kilometer über die Dillvariante, den Aussichtspunkt Westerwaldblick und den Galgenberg.
Die Etappenlängen beziehen sich auf die beschriebene Acht-Etappen-Tour einschließlich der Zugänge zu den Übernachtungsorten. Abweichende Einteilungen verändern die Tagesstrecken. Auch Varianten am Kamm und im Tal bieten unterschiedliche Wegverläufe. Willingen ist über den Richtplatz an den Hauptweg angebunden; Wilgersdorf über den Zugangsweg nahe der Tiefenrother Höhe.
Landschaft und Orientierung
Auf dem Weg wechseln sich Wald, offene Höhen und Quellgebiete ab. Am Langenberg erreicht die Route den mit 843,2 Metern höchsten Berg Nordrhein-Westfalens. Die Niedersfelder Hochheide öffnet den Blick über eine baumarme Hochfläche; am Kahlen Asten treffen Wald- und Heidelandschaft aufeinander. Südlich davon prägen Quellbäche und Höhenzüge den Weg. Auf der Etappe vom Rhein-Weser-Turm nach Lützel folgen das Schwarzbachtal, der Aufstieg durch das Habbecketal und die Ginsberger Heide aufeinander.
Das Rothaarsteig-Zeichen ist ein liegendes weißes R auf rotem Grund. Zugangswege sind mit einem gelben Grund markiert. Diese Kennzeichnung hilft, Hauptweg und Verbindungsweg auseinanderzuhalten. Karten und Wegbeschreibungen ordnen die Etappenorte, Abzweigungen und Varianten ein und unterstützen die Orientierung auf einer mehrtägigen Tour.
WaldSkulpturenWeg und Pausenorte
Zwischen Schanze und dem Rhein-Weser-Turm verläuft die Kammvariante an Stationen des WaldSkulpturenWegs und an einer Hängebrücke vorbei. Die Talvariante führt dagegen durch das Grubental nach Latrop. Beide Linien treffen an der Millionenbank zusammen. Entlang des Rothaarsteigs liegen außerdem Rastplätze mit Bänken und weiteren Ruhegelegenheiten.
Als Streckenwanderung verbindet der Rothaarsteig mehrere Orte und Landschaftsräume. Für die eigene Etappenplanung sind daher insbesondere Richtung, Tageslänge und die jeweilige Haupt- oder Zuwegführung entscheidend.