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Sommertour durchs Sauerland: vier Tage von Neheim nach Willingen

Der am 4. August 2008 eingetragene historische Reisebericht erzählt von einer viertägigen Sommertour mit dem Auto. Hotelaufenthalte, Mahlzeiten und Besichtigungen gehören zur damaligen Reisezeit. Die Route beginnt in Arnsberg-Neheim im Nordwesten des Sauerlands und führt über Meschede und Bestwig nach Wenholthausen. Danach folgen Schmallenberg-Westfeld am Hohen Knochen, Winterberg und Willingen. Drei Übernachtungen gliedern die Strecke in Etappen. Unterwegs wechseln Freizeitpark und Wasserfall, Wanderziele und Bergpanoramen, Ruhrquelle und Mühlenkopfschanze sowie eine Hochheidewanderung einander ab.

Sauerland Sauerland Foto: Daniel Streit

Montag: Meschede, Bestwig und Wenholthausen

Die erste Etappe führt von Arnsberg-Neheim zunächst nach Meschede. Dort frühstückt die Reisegruppe in der Kreishauskantine, bevor sie nach Bestwig weiterfährt. Im Fort Fun Abenteuerland probieren die Reisenden trotz des schlechten Wetters jedes Fahrgeschäft aus. Anschließend besuchen sie im benachbarten Bestwig-Wasserfall den gleichnamigen Wasserfall: Vom Ortskern führt ein etwa zwanzigminütiger Fußweg dorthin. Die Gruppe wandert bei Regen und bleibt gut gelaunt. Wer weitere Ziele mit Fahrgeschäften und Tierbegegnungen einplanen möchte, findet mögliche Ergänzungen bei den Freizeit- und Wildparks im Sauerland.

Am Abend geht es weiter nach Eslohe-Wenholthausen. Die erste Nacht verbringen die Reisenden im Landhotel Sauerländer Hof. Der historische Bericht beschreibt den damaligen Drei-Sterne-Betrieb und Gastgeber Walter Beckmanns Tipps für die weitere Reise. Dazu zählen Beckmanns Hütte und Beckmanns Kreuz, zwei Wanderziele in der Umgebung, die über unterschiedliche Wege erreichbar sind. Auch das Abendessen gehört zur erzählten Etappe: Im Haus entstand damals ein fünfgängiges Menü mit Zutaten aus eigener Erzeugung; der Kräutergarten wird als Beispiel genannt. Im Bericht zum damaligen Aufenthalt steht der Dreiklang Wandern, Wellness und Wein im Mittelpunkt. Nach der Tagestour probierten die Redakteure den Wellnessbereich mit Pool und Massagedüsen sowie Sauna aus und schilderten, wie sie dort den Tag ausklingen ließen, um am nächsten Morgen mit neuen Kräften aufzubrechen.

Dienstag: Grevenstein, Wanderziele und Hoher Knochen

Nach dem reichhaltigen Wanderfrühstück im Sauerländer Hof führt ein erster Abstecher zur Brauerei Veltins in Meschede-Grevenstein. Danach steht eine etwa zweistündige Wanderung nahe dem Sauerland-Höhenflug auf dem Programm. Unterwegs besucht die Gruppe außerdem Beckmanns Hütte und Beckmanns Kreuz. Nach einem kurzen Halt in Eslohe geht es über Bad Fredeburg in Richtung Schmallenberg-Westfeld.

Eine damalige Straßensperrung verzögert die Ankunft am Berghotel Hoher Knochen. Die Umleitung führt über eine Panoramastraße mit weiten Ausblicken; von dieser Zufahrt ist laut Bericht ein kurzer Abstecher auf den Gipfel des Kahlen Astens möglich. Die zweite Nacht verbringen die Reisenden auf der Bergkuppe des Hohen Knochens. Der Rückblick hebt die Panoramaausblicke und den direkten Anschluss an Wander- und Laufstrecken hervor. Eine Wald-Joggingstrecke führte über meist ebene Wege um eine der beiden Erhebungen des Berges; die Verfasser schildern, sie selbst ausprobiert zu haben. Winterberg liegt der damaligen Beschreibung zufolge nur wenige Autominuten entfernt.

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Mittwoch: Winterberg, Ruhrquelle, Rothaarsteig und Willingen

Der Mittwoch beginnt in Winterberg an der Ruhrquelle. Bei Sonnenschein wandert die Gruppe ein kurzes Stück auf dem benachbarten Rothaarsteig. Danach rundet ein Abstecher zum Hillebachsee den Winterberger Abschnitt ab; anschließend wechselt die Route nach Hessen. Vorbei an den Bruchhauser Steinen und durch Dörfer erreicht die Gruppe Willingen. Dort besichtigen die Reisenden die Mühlenkopfschanze und steigen hinauf, bevor sie im Gästehaus Lehnert einkehren. Dort verbringen sie die dritte und letzte Nacht der Tour.

Der Bericht beschreibt das Gästehaus damals an einem Hang nahe einem Skigebiet; von dort reichte der Blick zum gegenüberliegenden Ettelsberg. Das Zentrum von Willingen mit Einkaufsgelegenheiten und Gastronomie sei zu jener Zeit in wenigen Minuten zu Fuß erreichbar gewesen. Am Abend klingt der Tag in der Willinger Gastronomie aus.

Donnerstag: Ettelsberg und Rückfahrt nach Neheim

Am letzten Morgen steigt die Gruppe auf den Ettelsberg. Der Weg führt durch die Hochheide und eröffnet Ausblicke auf Willingen. Vom Hochheideturm reicht das Panorama weiter; der historische Bericht bezeichnet ihn als höchsten Aussichtspunkt Nordwestdeutschlands. Als Alternative zum Auf- oder Abstieg nennt der Bericht die Ettelsberg-Seilbahn. Gegen Mittag beginnt nach dem Abstieg die Rückfahrt nach Neheim.