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Sorpesee in Sundern: Geschichte und Freizeit

Die Sorpetalsperre, meist Sorpesee genannt, liegt südwestlich von Arnsberg im Stadtgebiet Sundern. Zwischen den Ortsteilen Langscheid und Amecke erstreckt sich der See über 6,5 Kilometer. Seine Wasserfläche umfasst 338 Hektar; bei Vollstau erreicht er eine maximale Tiefe von 57 Metern. Der Ruhrverband betreibt die Talsperre für Aufgaben der Wasserwirtschaft und als Freizeitgebiet. Sie gehört zu den großen Talsperren im Sauerland.

Die Sorpetalsperre Die Sorpetalsperre in Sundern ist ein großes Areal für Erholungs- und Freizeitaktivitäten. Foto: Asio otus / Wikipedia, CC BY-SA 3.0

Aufgaben der Sorpetalsperre

Die Sorpetalsperre ist ein Überjahresspeicher. Ihr Speichervermögen ist größer als die mittlere jährliche Zuflussmenge; die Füllung dauert deshalb länger als ein Jahr. Vor allem unterstützt sie die anderen Talsperren des Ruhrverbands dabei, bei Niedrigwasser den Abfluss der Ruhr für die Wasserversorgung zu sichern. Ein Beileitungssystem führt zusätzlich Wasser aus benachbarten Einzugsgebieten zu. Außerdem dient die Anlage der lokalen Trinkwasser- und Energiegewinnung. Das Kraftwerk an der Sorpetalsperre nutzt zwei Francisturbinen. Das Wasser gelangt anschließend in einen Ausgleichsweiher und wird im Rahmen der Ruhrwasserwirtschaft weitergegeben.

Bau und Geschichte

Der Bau begann 1926 und wurde 1935 abgeschlossen. Eine Voraussetzung für die Baustelle war die Röhrtalbahn, die Sundern mit der Oberen Ruhrtalbahn in Neheim-Hüsten verband. Über ein Baugleis und ein eigens errichtetes Viadukt transportierten Dampflokomotiven Material zum Sorpedamm.

Im Mai 1943 wurde die Sorpetalsperre wie die Möhnetalsperre Ziel eines alliierten Luftangriffs. Im Oktober 1944 folgte ein weiterer Angriff mit schweren Bomben. Der aus Beton mit Erdüberschüttung errichtete Damm hielt beiden Angriffen stand. Ende 1958 wurde das Wasser für Reparaturarbeiten vollständig abgelassen. Dabei fanden Bauarbeiter eine Blindgängerbombe. Langscheid wurde am 6. Dezember 1959 evakuiert; Fachleute entschärften die Bombe. Die Wiederbefüllung begann noch im Dezember 1959. Mit den neuen Beileitungen war die Talsperre im Sommer 1961 wieder gefüllt. 1963 wurde das Stauziel um 60 Zentimeter angehoben; das Fassungsvermögen stieg dadurch auf 70 Millionen Kubikmeter. 1995 erneuerte der Ruhrverband die Dichtung des Amecker Vorbeckens, nachdem die Asphaltbetondichtung spröde geworden war. Zugleich wurden Grundablass- und Regulierungsschieber mit hydraulischer Steuerung eingebaut. 2022 ließ der Verband Sediment im Vorbecken Amecke beräumen.

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Freizeit am Sorpesee

Am Sorpesee sind Segeln, Surfen, Baden, Rudern, Tauchen und Angeln möglich. Auch Radfahren gehört zu den Aktivitäten rund um die Talsperre. Die ausgewiesenen Badestellen sind in der Freizeitkarte des Ruhrverbands verzeichnet. Wer tauchen möchte, findet am See einen Sommer- und einen Wintertauchplatz; beide sind gebührenpflichtig. Der Wintertauchplatz öffnet vom 15. November bis zum 31. März, der Sommertauchplatz vom 1. April bis zum 14. November. Für Rudern, Kanufahren und Schlauchbootfahren gelten die Regeln des Gemeingebrauchs. Örtliche Vereine und Anbieter informieren über ihre jeweiligen Sportangebote.

Am Westufer des Hauptbeckens sowie am Amecker Vorbecken liegen Campingplätze und Ferienhaussiedlungen. Unterkünfte in Sundern bieten einen Ausgangspunkt für Aufenthalte am See. Der Ruhrverband weist das Ostufer vorwiegend der stillen Erholung zu. Die Abschnitte am Westufer und am Amecker Vorbecken verbinden damit Wassersport und Übernachtungsangebote, während sich die Freizeitnutzung je nach Uferbereich unterscheidet.